Arbeitskreis Ivanovic-Burmazovic

Prof. Dr. Ivana Ivanović-Burmazović Lehrstuhl für Bioanorganische Chemie
Prof. Dr. Ivana Ivanović-Burmazović Adresse:

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Lehrstuhl für Bioanorganische Chemie
Egerlandstraße 1
91058 Erlangen, Germany

Raum:
Telefon:
Fax:
A2.37
+49 9131 - 85 25428
+49 9131 - 85 27345
E-mail:
ivana.ivanovic@chemie.uni-erlangen.de

 

Forschungsschwerpunkt

Unsere Forschungsziele sind die Aufklärung metallgesteuerter biologischer Prozesse auf molekularer Ebene, ihre Handhabung im pharmakologischen Sinne sowie ihre Anwendung in bio-inspirierter Katalyse und Biotechnologie. Basierend auf dem Verständnis ihrer Redoxeigenschaften und ihres mechanistischen Verhaltens werden über die rationelle Synthese katalytisch- oder bioaktive Metallkomplexe mit der gewünschten Reaktivität bzw. physiologischen Wirkungen generiert. Im Mittelpunkt stehen Superoxid (Hyperoxid; O2-), Stickstoffmonoxid (NO), Peroxynitrit (ONOO-), Schwefelwasserstoff (H2S) und ihre Reaktionen mit Metallzentren, die innerhalb biologischer als auch chemischer Systeme erfolgen. Solche Wechselwirkungen gehören zu den grundlegenden Prozessen hinsichtlich der pharmakologischen Behandlung von oxidativem Stress, der der Auslöser für die Alterung und für pathophysiologische Erscheinungen ist. Unsere Ergebnisse sollen die Basis für die Verfolgung eines generellen Konzeptes redoxaktiver Metallkomplexe als potentielle Pharmazeutika darstellen, und können für ein zukünftiges Design und ein Screening von redoxselektiven Verbindungen, die die Erfordernisse für eine biomedizinische Anwendung erfüllen, entscheidend werden.

 

 

Mitteilungen:

2012:

Im Biochemical Journal-BJ Energy wurde unsere Veröffentlichung " Novel insight into H2S biochemistry and physiology" als Spotlight ausgewählt.

 

2011:

Unser Forschungsprojekt  “Medicinal Redox Inorganic Chemistry” hat sich zur Emerging Fields Initiative der FAU entwickelt.


Medicinal Redox Inorganic Chemistry:

Redox-Active Small Inorganic Molecules as Biological Mediators and Therapeutic Drugs

Wachsende Herausforderungen im Gesundheitswesen (im älter werdende Bevölkerung, chronische Krankheiten, neu auftretende Infektionskrankheiten, Kostenspirale) bedingen die Notwendigkeit, neuartige therapeutisch oder diagnostisch relevante Substanzen zu entwickeln, die über die konventionell kohlenstoff-basierten Arzneimittel hinausgehen. Chronische Entzündungen, Schmerzen und Alterserscheinungen sind wichtige Faktoren bei vielen Autoimmun- und Infektionskrankheiten. Moderne Zytokin-Hemmer („Biologicals“) haben zwar die Behandlung von Entzündungen bei Autoimmunkrankheiten verbessert, bringen aber auch erhebliche Nachteile mit sich. Sie sind sehr teuer, werden mit infektiösen Komplikationen in Zusammenhang gebracht und verlieren durch neutralisierende Antikörper an Wirksamkeit. Innovative Alternativen werden durch preiswerte, anorganische bioaktive metall- und schwefel-basierte kleine Moleküle, angeboten. Sie besitzen eine einzigartige Oxidations-/Reduktions-Aktivität, die benutzt werden kann, um einerseits den intrazellulären Redox-Zustand und die Aktivierung der Immunreaktion zu regulieren, aber auch um durch Immunschwäche, Entzündungen/Infektionen sowie neuropathologisch bedingte Krankheitszustände zu behandeln. Somit stellen sie vielversprechende neue Ansätze für die Behandlung von chronisch-entzündlichen Erkrankungen in einer alternden Bevölkerung dar. Anorganische Chemiker, Mediziner und Kliniker engagieren sich unter der Koordination des Lehrstuhls für Bioanorganische Chemie der FAU in dieser einzigartigen, interdisziplinären Forschungsrichtung.

 

 

2010:

Der Lehrstuhl für Bioanorganische Chemie gratuliert Herrn Dipl.-Chem. Johannes Broichhagen zu seiner hervorragenden Diplomarbeit mit dem Titel "New Reactions of Hydrogen Sulfide in Biological Systems" und freut sich mit ihm über die Verleihung des Zerweck-Preises

 

 

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