Vor dem Studium


Wer sollte Lehramt Chemie studieren?

 

Einfacher zu beantworten ist die Frage, wer nicht Chemielehrer werden sollte.

 

     Ein Studium mit (noch) guten Berufsaussichten wie Lehrer für ein naturwissenschaftliches Fach,

     ein sicherer Arbeitsplatz bei Aussicht auf Verbeamtung,

     gute Verträglichlichkeit des Berufes mit einer Familie,

     lange Ferienzeiten.

Das sind die am häufigsten genannten Gründe, ein Lehramtsstudium aufzunehmen, allerdings die falschen.

Die häufigste Frage der Studenten lautet "Wozu brauche ich das später an der Schule?". Das gilt besonders wenn es in Lehrveranstaltungen um Themen geht wie 'Die Strukturen von Zintl-Phasen'.

Eine leider zu naive Vorstellung von Erstsemesterstudenten ist, dass ein Gymnasiallehrer an der Universität nur das lernt, was auch im Lehrplan an der Schule vorgesehen ist. Auch in der Variante 'nicht-vertieft' übertrifft das Staatsexamen die Prüfungsanforderungen und -inhalte im fachwissenschaftlichen Bereich selbstverständlich diejenigen von Leistungskurs-Chemie-Abiturprüfungen bei Weitem. Die Variante 'vertieft' signalisiert sogar die Nähe des Studiengangs zum Diplomchemiker (jetzt Bachelor/Master).

Auch die Meinung, bei einem Zwei-Fächer-Studium mit erziehungswissenschaftlichem Anteil (Pädagogik, Psychologie) und Didaktik bedeutet eine 'Schmalspur-Chemieausbildung' trifft nicht zu.

Die Unkenntnis dieser Tatsache bereitet einigen Erstsemesterstudenten vor allem in den ersten beiden Semestern Probleme. In Bayern ist die Auswahl an Fächerkombinationen mit Chemie stark eingeschränkt. Ein mäßiges Interesse an Chemie kann aber nicht mit einem sehr großen Interesse an z.B. Biologie kompensiert werden!

 

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Wenn Sie sich davon nicht abschrecken lassen, sind Sie schon eher für das Studium geeignet.

 

 

 

 

 

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