Masterstudiengang
Aufbau des Masterstudiengangs Molecular Science 
Der Masterstudiengang Molecular Science baut inhaltlich auf dem Bachelorstudiengang auf, ist jedoch stärker forschungsorientiert. Die Regelstudienzeit im Masterstudium einschließlich sämtlicher Prüfungen und Masterarbeit beträgt drei Semester. Zum erfolgreichen Abschluss des Masterstudiengangs sind 90 ECTS-Punkte erforderlich.
Das Masterstudium ermöglicht den Studierenden eine Spezialisierung und ein vertieftes Studium der beiden Teilbereiche Molecular Nano Science bzw. Molecular Life Science. Der Abschluss Master of Science (M.Sc.) ist ein weiterer berufs- und forschungsqualifizierender Abschluss des wissenschaftlichen Studiums. Die Unterrichtssprache im Masterstudium ist englisch.
Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudium ist ein mit überdurchschnittlichem Erfolg abgeschlossenes einschlägiges Studium. Die Qualifikation für den Masterstudiengang wird nachgewiesen durch ein Zeugnis über:
- die Bachelorprüfung nach der Prüfungsordnung des Studiengangs Molecular Science
- die Bachelorprüfung einer anderen deutschen oder ausländischen Universität
- das Diplom, den Bachelor oder den Master einer deutschen Fachhochschule oder
- einen anderen vergleichbaren Hochschulabschluss.
Bewerberinnen oder Bewerber nach Punkt 1 müssen die Bachelorprüfung mir der Gesamtnote wenigstens "gut" (= 2,5 und besser)oder das Qualifikationsfeststellungsverfahren bestanden haben.
Andere Bewerber sollen zu den 20 % Besten ihres Jahrgangs zählen und den Abschluss mit einer Gesamtnote besser als 2,5 bestanden haben. Die Bewerber nach den Punkten 2 bis 4 werden aufgenommen, wenn sie das Eignungsfeststellungsverfahren bestanden haben. Abschlüsse, die mit einem anderen Notensystem bewertet sind, müssen mindestens ein dem Prädikat "gut bestanden" vergleichbares Prädikat aufweisen.
Das Masterstudium ist modular aufgebaut. Die einzelnen Module und deren thematische Schwerpunkte sind im Folgenden widergegeben. Das Modulhandbuch stellt die Inhalte der einzelnen Lehrveranstaltungen der jeweiligen Module im Detail dar.
| Modulname | Modulinhalt |
| MS30 (MS17): Molecular Nanoscience | Ziel dieser Modulgruppe ist es, die grundlegenden Aspekte der supramolekularen Organisation zu erarbeiten. Hierbei sollen im Insbesonderen die Materialeigenschaften von molekularen, makromolekularen und supramolekularen Aggregaten analysiert werden. |
| MS31 (MS18): Drug Discovery | In einem integrierten und interaktiven Kurs sollen Wirkstoffsynthese (inklusive kombinatorisch chemischer Verfahren), biologische Screening-Verfahren zur Testung der Aktivität, Assaytechnologien zur Testung der biologischen Aktivität, virtuelles Docking und Computer unterstützte "Quantitative Struktur Aktivitätsbeziehungen" (QSAR) erarbeitet werden. |
| MS32 (MS19): Molekülsynthesen | In dieser Modulgruppe sollen strategische Verfahren zur systematischen Synthese von anorganischen und organischen Molekülen inklusive solcher mit materialwissenschaftlicher und biologischer Relevanz vertieft werden. |
| MS33 (MS20): Theorie | Die vertiefte quantenmechanische Beschreibung von Molekülen und insbesondere die Theorie katalytischer Reaktionen sowie das Computer-gestützte Modelling von molekularen Materialien und biologischen Systemen steht im Mittelpunkt dieser Modulgruppe. |
| MS34 (MS21): Physikalische Chemie | Die Eigenschaften von molekularen Materialien hängen empfindlich von der Anordnung der Bausteine relativ zueinander ab, insbesondere auch von der Ausdehnung in drei Raumrichtungen. Liegt wenigstens eine der drei Längen im Nanometerbereich, kommen die Quantenbedingungen zum Tragen und begründen die neuartigen Eigenschaften von Nano-Materialien. Für praktische Anwendungen wichtig ist die Fähigkeit Oberflächen auf der Nanometer-Skala gezielt zu strukturieren. In dieser Modulgruppe sollen die angesprochenen Effekte an Hand der aktuellen Forschung verdeutlicht werden. |
| MS35 (MS22): Molekulare Biologie | In dieser Modulgruppe werden die molekularen und biochemischen Grundlagen der Genetik und des Stoffwechsels aufgegriffen und in den Zusammenhang ganzer Organismen sowie Vergesellschaftungen von verschiedenen Organismen gestellt. Dabei wird auf die molekularwissenschaftliche Betrachtung aufgebaut, indem die makromolekulare Erkennung, wie sie in Signalketten und koordinierten Stoffwechselwegen von Bedeutung ist, beispielhaft gelehrt wird. Die biologischen Auswirkungen makromolekularer Interaktionen wie Rezeptor-Ligand Wechselwirkung auf der Oberfläche von Zellen, Signalleitungen im Inneren der Zellen und genregulatorische Mechanismen zur Anpassung zellulärer Eigenschaften auf die Umwelt werden in einem integrierten Curriculum von Biochemie, Genetik und Mikrobiologie vertieft. |
| MS36 (MS23): Medizinische Chemie | In dieser Modulgruppe werden weiterführende Aspekte der Medizinischen Chemie, wie asymmetrische Wirkstoffsynthese, Festphasen unterstützte Parallelsynthese, Bioanalytik sowie instrumentelle Arznei- und Lebensmittelanalytik vermittelt. |
Master Infopräsentation (pdf)
