Home PCTC > Physikalische Chemie I > Prof. Dr. S. Schneider

Prof. Dr. Siegfried Schneider

Prof. Dr. S. Schneider

   Anschrift / Address

   Persöhnliche Daten / Curriculum vitae

   Forschungsschwerpunkte / Research topics

   Ausgewählte Publikationen / Selected publications

 


Anschrift / Address:

Prof. Dr. S. Schneider

Lehrstuhl für Physikalische Chemie I

Egerlandstr. 3

D-91058 Erlangen

(Germany)

Raum P 1.58

 

Tel.: ++49 9131/85-273 36/41


Zum Seitenanfang



Persönliche Daten / Curriculum vitae:

Zum Seitenanfang



Forschungsschwerpunkte / Research activities:

Die Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich "Molekülspektroskopie" und "Photochemie", wobei diverse stationäre und zeitaufgelöste spektroskopische Techniken eingesetzt werden, um photophysikalische und photochemische Primärprozesse aufzuklären. Beispiele sind:
 

  1. Photoinduzierter Elektronentransfer in verbrückten organischen Donor - Akzeptor - Systemen.
     
  2. Entwicklung von reproduzierbaren Oberflächen für die "Surface - Enhanced Raman Spectroscopy" (SERS).
     
  3. Einsatz der Ramanspektroskopie für analytische Zwecke.
     
  4. Spin-Crossover Phänomen in Übergangsmetallkomplexen.
     
  5. Untersuchungen unter Hochdruck zum Studium von Viskositätseffekten bei "large amplitude motions".
     
  6. Untersuchungen zur Effektorbindung im Tetracyclin - Repressor - Protein (Transskriptionskontrolle).
     
  7. Quantenchemische Modellrechnungen.
     
  8. Untersuchungen zur Photodegradation von Polymeren.
     
The research activities focus on "molecular spectroscopy" and "photochemistry". Various steady state and time-resolved spectroscopic techniques are employed to investigate photophysical and photochemical primary processes. Examples are outlined below:
  1. Photoinduced electron transfer in organic donor-bridge-acceptor compounds.
     
  2. Development of new types of SERS-active surface.
     
  3. Application of Raman spectroscopy as analytical tool.
     
  4. Spin-crossover phenomenon in transition metal complexes.
     
  5. Fluorescence studies under high pressure to elucidate the effects of viscosity and solvent permittivity on primary photoreactions, especially "large amplitude motions".
     
  6. Investigation of binding of antibiotics (tetracyclines) in the Tet-repressor protein (control of gene transcription).
     
  7. Quantum chemical calculations to model excited state relaxation processes.
     
  8. Photodegradation of polymers.
     

Zum Seitenanfang



Erläuterungen zu den Forschungsvorhaben / Expose of research projects:

1. Photoinduzierter Elektronentransfer in organischen Donor- Akzeptor-Systemen

Der Elektronenübergang zwischen zwei chemischen Spezies kann dadurch ermöglicht werden, daß ein Partner durch Absorption von Lichtquanten elektronisch angeregt wird. Die Geschwindigkeit des Ladungsseparationsprozesses (Bildung des sog. Charge-Transfer-(CT-)-Zustandes) und des im allg. darauf folgenden Ladungsrekombinationsprozesses hängt u. a. von den Redoxeigenschaften der Reaktionspartner, dem Abstand derselben und der Polarität des Lösungsmittels ab.

Sowohl zur Verbesserung des theoretischen Verständnisses als auch im Hinblick auf mögliche praktische Anwendungen werden gegenwärtig eine Reihe von verbrückten organischen Donor- Akzeptor (DA)-Systemen mittels stationärer und zeitaufgelöster Absorptions- und Emissionsspektroskopie untersucht. Die untersuchten Verbindungen sind jeweils so gewählt, daß im Vergleich der Ergebnisse innerhalb einer Serie der Einfluß bestimmter Faktoren besonders hervortreten sollte. Z.B. wurden Serien von DA-Systemen untersucht, bei denen die starre aliphatische Brücke zwischen Donor und Akzeptor stufenweise verlängert wurde. Die Ergebnisse bestätigen die Erwartung eines exponentiellen Zusammenhangs zwischen der Rate für Ladungsseparation und der Zahl der Sigmabindungen in der Brücke. In multichromophoren Systemen erfolgt die Bildung des vollständig ladungsseparierten Zustandes als Folge mehrerer Elektronentransfer-Schritte zwischen räumlich benachbarten Chromophoren. Die Abfolge wird u. U. durch die Polarität des Lösungsmittels gesteuert. (In Kooperation mit Prof. J.W. Verhoeven, Universität Amsterdam).

Andererseits kann die Spannung in der aliphatischen Brücke bei gleicher Länge erhöht werden (Übergang zu Stellanen) und dadurch der Einfluß der Kopplungsstärke auf die Raten untersucht werden (In Kooperation mit Prof. R. Gleiter, Universität Heidelberg). Organische, lichtemittierende Dioden auf der Basis von DA-Systemen befinden sich gegenwärtig im Entwicklungsstadium. Eine Voraussetzung für deren Optimierung ist die Kenntnis der Relaxationsprozesse in den "isolierten" Verbindungen. In geschickt gewählten multichromophoren Systemen kann Energietransfer (Antenne) mit nachfolgendem Elektronentransfer (Energiespeicherung) gekoppelt werden. (In Kooperation mit Prof. J. Daub, Universität Regensburg).

Fulleren kann gleichzeitig als redoxaktive Komponente und als Templat für die sterisch kontrollierte Anordnung mehrerer Donor- und/oder Akzeptorkomponenten fungieren. Damit sollte es möglich werden, "multichromophore" Systeme mit besonderen Eigenschaften zu entwickeln (In Kooperation mit Prof. Dr. Hirsch, Universität Erlangen).
 
Publikationen zum Themenbereich: #178, #180 #191, #192, #193, #195, #197, #201, #211, #214.
 

Zur Übersicht der Forschungsvorhaben


2. Entwicklung von neuen Oberflächen für die oberflächenverstärkte Ramanspektroskopie
(Surface Enhanced Raman Scattering)
 

Unter oberflächenvertärkter Ramanspektroskopie versteht man das Phänomen, daß die Intensität des Raman-Streulichts um mehrere Größenordnungen angehoben wird, wenn das streuende Molekül auf einem Münzmetall mit passender Oberflächenrauhigkeit adsorbiert ist. Zur Erklärung dieses Verstärkungseffektes werden zwei Faktoren diskutiert:
 

Ziel unserer Arbeiten ist die Verbesserung der Präparationsvorschriften zur Herstellung bekannter SERS-aktiver Oberflächen (z.B. Hydrosole, elektrochemisch aufgerauhte Silberelektroden) sowie die Entwicklung neuartiger Oberflächen (z.B. auf der Basis von Silberhalogenid-Dispersionen). Je nach Anwendungszweck kann dabei die Reproduzierbarkeit der Signalintensität unter vorgegebenen festen Randbedingungen (analytische Anwendungen) oder ein möglichst hoher Verstärkungsfaktor (Einzelmolekülnachweis) im Vordergrund des Interesses stehen.

Die laufenden Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf folgende Systeme:
 


 
Publikationen zum Themenbereich: #173, #181, #185, #186, #198, #207, #217.
 
 

Zur Übersicht der Forschungsvorhaben


3. Ramanspektroskopie für analytische Anwendungen

Gegenüber der UV/Vis-Absorptionsspektroskopie hat die Schwingungsspektroskopie (IR und Raman) den Vorteil, daß auch Chromophore mit einem ähnlichen pi-Elektronensystem (wie z.B. Isomere) gut unterschieden werden können. Von Nachteil sind die i.a. viel geringere Empfindlichkeit und - speziell bei der IR-Spektroskopie - störende Beiträge des Lösungsmittels.

Empfindlichkeitssteigerungen bei der Ramanspektroskopie werden durch Ausnützen der sog. Resonanzverstärkung erzielt, bei der die Anregungstrahlung resonant mit einer elektronischen Anregungsbande liegt. Nachteilig bei der Resonanz-Ramanspektroskopie kann sich die Fluoreszenz auswirken (Überlagerung der Ramanstreustrahlung) aber auch die Photodegradation des Analyten, insbesondere bei hoher Anregungsintensität bzw. immobilisierten Analyten.

Für Analyten, die auf Münzmetalloberflächen adsorbieren, bietet die oberflächenverstärkte (Resonanz-) Ramanspektroskopie eine weitere Möglichkeit der Empfindlichkeitssteigerung. Da in den meisten Fällen die Fluoreszenz durch Energieübertragung auf das Substrat gelöscht wird, reduziert sich das Problem der Störung durch Fluoreszenz. Photochemische Reaktionen werden oft in analoger Weise wie die Fluoreszenz gelöscht. Allerdings gibt es auch Beispiele, in denen die photochemische Degradation im adsorbierten Zustand verstärkt wird und wegen der Adsorption kein Probenaustausch stattfindet.

Ein Teil unserer Forschungsaktivitäten konzentriert sich daher auf die Entwicklung von Verfahren mittels derer bestimmte Substanzgruppen unter Ausnutzung des SERS-Effektes effizient nachgewiesen werden können.Um das Problem von schwer kontrollierbaren Querempfindlichkeiten zu umgehen, können Gemische vorher mittels chromatographischen Verfahren aufgetrennt werden. Die Fraktionen können in sog. Mikrotiter- oder Rasterplatten aufgefangen und anschließend (semi-) automatisch spektroskopiert werden. Mittels der in Mikrotiter-Platten präparierten SERS-aktiven Oberflächen ist die Basis für eine computergesteuerte "High-Throughput" Analysentechnik gelegt. Praktische Anwendungsbeispiele umfassen den Nachweis von (illegalen) Drogen in Form von Asservaten oder von Körperflüssigkeiten von (verstorbenen) Personen. (In Zusammenarbeit mit Dr. B. Schwarze, Universität Erlangen), sowie die Identifizierung von Lebensmittelzusatzstoffen.

Die Kombination der genannten Raman-Techniken mit einem konfokalen Mikroskop erlaubt es, die räumliche Verteilung einer bestimmten Molekülsorte auf einer festen Probe zu bestimmen (Raman Imaging). Der Fokusbereich des angeregten Laserstrahls bestimmt dabei die Ortsauflösung (ca. 1 µm) bzw. das abgefragte Volumen in der Größenordnung von einigen femto-Litern. Im Fall stark verdünnter Lösungen kann das registrierte Signal von einigen hundert oder sogar weniger Molekülen stammen.

Angewandt wird die "Raman Imaging" - Technologie gegenwärtig in einem Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. R. Koch (Paläontologisches Institut der FAU). Ziel der Untersuchungen ist es, die Verteilung von Steinfestigern bzw. den Polymerisierungsgrad in den Poren von behandelten Steinproben unterschiedlicher chemischer Konstitution (verfestigter Quarzsandstein, Carbonatgestein, etc.) zu bestimmen. Solche Untersuchungen sind unabdingbar, wenn z.B. Fassadenelemente und Kunstobjekte aus Sandstein gegen Verwitterung geschützt werden sollen.
 
Publikationen zum Themenbereich: #190, #196, #200, #202, #210, #218, #220.
 

Zur Übersicht der Forschungsvorhaben


4. Spin-Crossover Phänomen in Übergangsmetallkomplexen

Auf Grund des Ligandenfelds wird die energetische Entartung der (3)d-Orbitale des Zentralmetalls teilweise aufgehoben. Im Falle des Vorliegens einer Oktaeder-Symmetrie kommt es zu einem Satz mit 3-facher und einem Satz mit 2-facher energetischer Entartung. Dies impliziert, dass bei Zentralmetallen mit 4 bis 7 d-Elektronen der Gesamtelektronenspin sich mit der temperaturabhängigen Termbesetzung ändert. Insbesondere bei Komplexverbindungen mit Fe(II), Fe(III) oder Co(II) tritt dieser thermisch induzierte Wechsel von einem "low spin" in einen "high spin" Zustand schon unter Raumtemperatur auf. Im Festkörper kann auf Grund der Wechselwirkung zwischen den einzelnen Komplexmolekülen dieser "low spin" - "high spin" Übergang im Sinne eines kooperativen Phänomens in einem sehr engen Temperaturintervall erfolgen, wobei die Sprungtemperatur ganz wesentlich von der änderung der Entropie bestimmt wird (Entropie-getriebener Prozess).

Die Stärke der Bindungen zwischen Zentralatom und Liganden(-atomen) variiert mit dem Gesamtspin des (Übergangs-) Metalls, was sich in Änderungen des Schwingungsspektrums des Komplexes manifestiert. Deshalb werden IR- und Ramanspektroskopie bei variabler Temperatur eingesetzt zum Studium des Spin-crossover Phänomens in Koordinationsverbindungen, die im Arbeitskreis Dr. S. Schindler (Universität Erlangen) neu synthetisiert werden. Unter Heranziehung der Ergebnisse quantenchemischer Rechnungen (Dr. M. Reiher, Universität Erlangen) soll herausgefunden werden, wie groß der Beitrag der Schwingungen zur Entropieänderung tatsächlich ist.
 
Publikationen zum Themenbereich: #202, #208, #219.
 

Zur Übersicht der Forschungsvorhaben


5. Untersuchungen unter Hochdruck zum Studium von Viskositätseffekten bei "large amplitude motions"

Zahlreiche Untersuchungen an verbrückten Donor-Akzeptor Systemen (D-B-A Systeme) belegen, dass auf Grund der Coulomb-Wechselwirkung in Charge-Transfer Zuständen konformative Änderungen auch in solchen Systemen stattfinden, in denen die Verbrückung als starr angenommen wurde. Umso stärker fallen die Änderungen aus, wenn die Brücke selbst semi-flexibel ist oder die Ankopplung an Donor oder Akzeptor einen Freiheitsgrad mit niedriger Aktivierungsbarriere darstellt. Falls Edukt- und Übergangszustand unterschiedlich große Dipolmomente aufweisen, hängt die Barriere für die Konformationsänderung zusätzlich von der Polarität des Lösungsmittels ab.

Zur Separation des Einflusses von Viskosität und Polarität des Lösungsmittels auf die Kinetik der Konformationsänderung in angeregten Zuständen empfiehlt sich die Variation von Temperatur und Druck (bis 4000 bar), wie z. B. erfolgreich an D-B-A Systemen aus dem Arbeitskreis Prof. J.W. Verhoeven gezeigt werden konnte.
 
Publikationen zum Themenbereich: #192, #197, #199.
 

Zur Übersicht der Forschungsvorhaben


6. Spektroskopische Untersuchungen zur Tetrazyklin - Resistenz

Ein weitverbreiteter Resistenzmechanismus bei Bakterien ("pathogenen Keimen") besteht darin, daß diese Organismen ein sog. Antiporter-Protein synthetisieren, dessen Aufgabe es ist, das Antibiotikum in einem aktiven Transport aus der Zelle zu entfernen. Die Expression dieses Antiporter-Proteins (TetA) wird durch ein sog. Repressor-Protein (TetR) gesteuert, welches in Abwesenheit von Tetrazyklinen an die DNA gebunden ist und deren Transkription verindert.

Auf Grund der hohen Bindekonstante wird Tetrazyklin bereits bei kleinsten Konzentrationen effektiv von TetR gebunden und im sog. induzierten Zustand von der DNA abgelöst. Ziel unserer Untersuchungen ist es, zur Klärung des Mechanismus beizutragen, der als Folge der Induktorbindung die Bindung von TetR and die DNA aufhebt.Erreicht werden soll dies u.a. durch zeitaufgelöste Fluoreszenzmessungen an "single tryptophan" Mutanten, die im AK Prof. Dr. Hillen (Lehrstuhl für Mikrobiologie der FAU) hergestellt werden.

Erste Ergebnisse zeigen, daß aus der Fluoreszenzkinetik der Tryptophane Rückschlüsse auf Veränderungen in der Proteinstruktur als Folge von Induktor- b. z. w. DNA-Bindung gezogen werden können. Als weitere Sonde kann auch die Fluoreszenz des Induktors (Tetrazyklin als Komplex mit 2-wertigen Metallionen) herangezogen werden. Die Analyse derselben wird allerdings dadurch grundsätzlich erschwert, dass die Tetrazykline, je nach pH-Wert, in unterschiedlichen Protonierungsstufen und eventuell auch mit unterschiedlichen Komplexierungsmustern vorliegen können.

Proteine können durch Anwendung von Hochdruck partiell denaturiert werden. Deshalb werden Druck und Temperatur als zusätzliche experimentelle Parameter eingesetzt.

Für die Interpretation der spektroskopischen Befunde sind quantenmechanische und moleküldynamische Rechnungen unerläßlich. Diese werden in Zusammenarbeit mit dem AK PD Dr. Clark (Computer Chemie Centrum) durchgeführt.
 
Publikationen zum Themenbereich: #176, #179, #183, #184, #194, #205, #212, #216.
 

Zur Übersicht der Forschungsvorhaben


7. Quantenchemische Modellrechnungen

Quantenchemische Modellrechnungen unter Einsatz verschiedener etablierter Programmpakete dienen in erster Linie dazu, zusätzliche Information zur Interpretation von Absorptions- und Schwingungsspektren zu liefern.

In neuerer Zeit wird auch versucht, in Zusammenarbeit mit PD Dr. T. Clark (Computer-Chemie-Centrum, Universität Erlangen) die geometrischen Relaxationsprozesse zu identifizieren, die als Folge von elektronischer Anregung und insbesondere nach einem photoinduzierten Elektronentransfer erfolgen. Insbesondere geht es dabei darum, den Einfluss des Lösungsmittels auf die Konkurrenz zwischen verschiedenen möglichen geometrischen Relaxationspfaden abzuschätzen. Als wichtig erweisen sich solche theoretischen Untersuchungen bei so genannten "harpooning"-Systemen, in welchen auf Grund der Coulomb-Wechselwirkung im Charge-Transfer Zustand signifikante Konformationsänderungen auftreten und ohne deren Berücksichtigung das kinetische Verhalten der angeregten Zustände nicht interpretiert werden kann (siehe auch Themenbereich 5).
 
Publikationen zum Themenbereich: #199, #201.
 

Zur Übersicht der Forschungsvorhaben



8. Untersuchungen zur Photodegradation von Polymeren

Wie andere organische Verbindungen unterliegen auch Polymere photoinduzierten Reaktionen. Zum Teil sind sie erwünscht, z.B. bei der Photopolymerisation, weil die Eigenschaften des bestrahlten Materials geändert und auch räumlich strukturiert werden können (Photoresist-Materialien). Weitaus häufiger ist der Fall der Photodegradation, bei dem sich bestimmte Eigenschaften des Materials in unerwünschter Weise ändern.

Wir untersuchten das Problem der Vergilbung bei Polyphenylenoxid (PPO), einem Polymer, das auf Grund seiner guten mechanischen Eigenschaften, insbesondere in Verbindung mit Polystyrol, zu den mengenmäßig am häufigsten eingesetzten Kunststoffen zählt. Unter Belichtung verfärbt sich die Kunststoffoberfläche gelblich, was in der Regel kein mechanisches, aber ein ästhetisches Problem darstellt.

Wir konnten zeigen, daß die wichtigste photochemische Primärreaktion die Dissoziation der endständigen Hydroxylgruppe ist und nicht, wie früher angenommen, die Spaltung einer Etherbindung. Letztere Reaktion kann aber als radikalische Sekundärreationen auftreten und dadurch zu homologen Reihen von Abbauprodukten führen. Die gebildeten Endprodukte konnten erstmals mittels HPLC/MS und GC/MS identifiziert werden.
  Publikation zum Themenbereich: 175.
 
 

Zur Übersicht der Forschungsvorhaben


 

Zum Seitenanfang



Ausgewählte Publikationen:

173 N. Shirtcliffe, U. Nickel and S. Schneider,
J. Colloid and Interface Science, 211, (1999), 122-129
Reproducible preparation of silver sols with small particle size using borohydride reduction for use as nuclei for preparation of larger particles
175 F. Richter, S. Schneider, F. Distler, R. Schubert,
Polymer Degradation and Stablility, 65 , (1999), 315-327
Analysis of the products formed during the photodegradation of poly(2,6-dimethyl-1,4-phenyleneoxide) by various GC and HPLC techniques. Consequences for the mechanism of photodegradation
176 H. Lanig, M. Gottschalk, S.Schneider and T.Clark,
J. Mol. Model., 5  (1999) 46-62
Conformational Analysis of Tetracycline using Molecular Mechanical and Semiempirical MO-Calculations.
177 B. Sägmüller, P. Freunscht, S. Schneider,
J. Mol. Struct., 482-483, (1999), 231-235
The assignment of the vibrations of substituted mercaptotetrazoles based on quantum chemical calculations
178 S. Schneider, B. Brem, W. Jäger, H. Rehaber, D. Lenoir, R. Frank,
J. Chem. Phys. Lett., 308, (1999), 211-217
Influence of solvent viscosity on the photoisomerization of a novel trans-stilbene derivative with hindered single bond torsion
179 M. Kintrup, P. Schubert, M. Kunz, M. Chabbert, P. Albertini, E. Bombarda, S. Schneider, W. Hillen,
Eur. J. Biochem, 276, (2000), 821-829
Trp scanning analysis of Tet repressor reveals conformational changes associated with operator ans anhydrotetracycline binding
180 M. Seischab, Th. Lodenkemper, A. Stockmann, S.Schneider, M. Koeberg, M. R. Roest, J.W. Verhoeven, J.M. Lawson, M.N. Paddon-Row,
Chem. Phys., 2, (2000), 1889-1897
Investigation of the primary electron transfer processes in some rigidly bridged dyads and triads by (sub)picosecond pump-probe experiments
181 G. Sauer, U. Nickel, S. Schneider,
J. Raman Spec., 31, (2000), 359-363
Preparation of SERS-active silver film electrodes via electrocrystallization of silver
182 S. Schneider, A. Stockmann,
Optics Express, 11, (2000), 220-226
Self-starting mode-locked cavity-dumped femtosecond Ti:sapphire laser employing a semiconductor saturable absorber mirror
183 M. Kunz, Martin Kintrup, Wolfgang Hillen, S. Schneider,
Photochemistry and Photobiology, 72 (1), (2000), 35-48
Conormational Changes Induced in the Tet Repressor Protein TetR(B) upon Operator or Anhydrotetracycline Binding as Revealed by Time-resolved Fluorescence Spectroscopy on Single Tryptophan Mutants
184 M.O. Schmitt, S. Schneider,
Phys. Chem. Comm., 9, (2000), 359-363
Spectroscopic investigation of complexation between various tetracyclines and Mg2+ or Ca2+
185 U. Nickel, Amelie zu Castell, Karin Pöppl, S. Schneider,
Langmuir, 16, (2000), 9087-9091
A Silver Colloid Produced by Reduction with Hydrazine as Support for Highly Sensitive Surface-Enhanced Raman Spectroscopy
186 B. Sägmüller, G. Brehm, S. Schneider,
Applied Spectroscopy, 12, (2000), 1849-1856
In Situ generated Photolytic Silver in a Gelatin Matrix: An Approach for High - Throughput SERS Spectroscopy Applying Microtiter Plates
189 S.Schneider, K.Pöppl, G.Sauer, P.Matousek,
in: Elektrochemische Verfahren für neue Technologien, D.M.Kolb, K.Mund, J.Russow, Eds., GDCh-Monographie GDCh Frankfurt, Bd.21, 2000, p.91 - 98
Photophysikalische Eigenschaften von Silberteilchen mit Durchmessern im Bereich von 20 bis 100 nm
190 C. Eggeling, J. Schaffer, C. A. M. Seidel, J. Korte, G. Brehm, S. Schneider, W. Schrof,
J. Phys. Chem. A, 105, (2001), 3673-3679
Homogeneity, Transport, and Signal Properties of Single Ag Particles Studied by Single-Molecule Surface-Enhanced Resonance Raman Scattering
191 J. Daub, R. Engl, J. Kurzawa, S. E. Miller, S. Schneider, A. Stockmann, M. R. Wasielewski,
J. Phys. Chem. A, 105, (2001), 5655-5665
Competition between Conformational Relaxation and Intramolecular Electron Transfer within Phenothiayine - Pyrene Dyads
192 B. Bleisteiner, T. Marian, S. Schneider, A. M. Brouwer, J. W. Verhoeven,
Phys. Chem. Chem. Phys., 3, (2001), 2070-2079
Conformational Dynamics of Semiflexibility Bridged Electron Donor - Acceptor Systems Comprising Long Aliphatic Tails
193 M.Altmayer, B.Gaa, R.Gleiter, F.Rominger, J.Kurzawa, S.Schneider,
Eur.J.Org.Chem., (2001), 3045 - 3053
Syntheses and Properties of Donor-Acceptor-Substituted Molecules with a Bicyclo[2,2,1]heptane, Bicyclo[2.2.2]octane, and a Tricyclo[3.3.0.03,7]octane Spacer
194 S.Schneider,
in: Tetracyclines in Biology, Chemistry and Medicine, R.A.Greenwald, W.Hillen and M.Nelson, Eds., Birkhauser Publishers, Ltd., Basel (2001)
Proton and Metal Ion Binding of Tetracyclines
195 S.Schneider, J.Kurzawa, A.Stockmann, R.Engl, J.Daub, P.Matousek, M.Towrie,
Chem.Phys.Letters, 348, (2001), 277 - 284
Photoinduced electron transfer in phenothiazine and pyrene based dyades studied by picosecond time-gated Raman spectroscopy
196 B.Sägmüller, B.Schwarze, G.Brehm, S.Schneider,
Analyst, 126, (2001), 2066 - 2071
Application of SERS spectroscopy to the identification of (3,4-methylenedioxy) amphetamine in forensic samples utilizing matrix stabilized silver halides
197 B.Bleisteiner, Th.Marian, S.Schneider, A.M.Brouwer, J.W.Verhoeven,
Phys.Chem.Chem.Phys. 3, (2001), 5383 - 5392
Influence of solvent viscosity and permittivity on the dynamics of large amplitude motions in semiflexibly bridged electron donor-acceptor systems
198 G.Sauer, G.Brehm, S.Schneider, K.Nielsch, R.B. Wehrspohn, J.Choi, H.Hofmeister, U.Gösele,
J. Appl. Phys., 91, (2002), 3243 - 3247
Highly ordered monocrystalline silver nanowire arrays
199 T.Clark, B.Bleisteiner, S.Schneider,
J. Mol. Modeling, 8, (2002), 87 - 94
Excited state conformational dynamics of semiflexibly bridged electron donor-acceptor systems: a semiempirical CI-study including solvent effects
200 G.Trachta, G.Brehm, R.Koch, S.Schneider,
Intern. Zeitschr. f. Bauinstandsetzen und Baudenkmalpflege, 1, (2002), 63 - 88
Zum Eindringverhalten von Hydrophobierungsmitteln - Untersuchungen an einem Kalkstein-Modellsystem
201 A.Stockmann, J.Kurzawa, N.Fritz, N.Acar, S.Schneider, J.Daub, R.Engl, T.Clark,
J. Phys. Chem. A, 106, (2002), 7958 - 7970
Conformational Control of Photoinduced Charge Separation Within Phenothiazine-Pyrene Dyads
202 G.Brehm, M.Reiher, S.Schneider,
J. Phys. Chem. A, 106, (2002), 12024 - 12034
Estimation of the vibrational contribution to the entropy change associated with the low- to high-spin transition in Fe(phen)2(NCS)2 complexes: Results obtained by IR and Raman spectroscopy and DFT calculations
204 M.Oelgemöller,B.Brem, R.Frank, S.Schneider, D.Lenoir, N. Hertkorn, Y.Origane, P.Lemmen, J.Lex, Y.Inoue,
J. Phys. Chem., Perkin Trans., 2, (2002), 1760 - 1771
Cyclic trans-Stilbenes: Synthesis, Structural and Spectroscopic Characterization, Photophysical and Photochemical Properties
205 D.-T.Marian, C.Leypold, M.Kunz, S.Schneider, P.Schubert, O.Scholz, W.Hillen,
Photochem. Photobiol. Sciences, 1, (2002), 841 - 851
Pressure Effect on the Structure of the Tet Repressor Protein TetR(B)
207 J.Stropp, G.Trachta, G.Brehm, S.Schneider,
J. Raman Spectrosc., 34, (2003), 26 - 32
A New Version of AgFON Substrates for High-Throughput Analytical SERS Applications
208 M.Weitzer, S.Schindler, G.Brehm, S.Schneider, E.Hörmann, B.Jung, S.Kaderli, A.D.Zuberbühler,
J. Inorgan. Chemistry, 42, (2003), 1800 - 1806
Reversible Binding of Dioxygen by the Copper(I) Complex with Tris(2-dimethylaminoethyl)amine (Me6tren) Ligand
209 C.F.Leypold, M.Reiher, G.Brehm, M.O.Schmitt, S.Schneider, P.Matousek, M.Towrie,
Phys. Chem. Chem. Phys., 5, (2003), 1149 - 1157
Tetracycline and Derivatives - Assignment of IR and Raman Spectra via DFT Calculations
210 B.Sägmüller, B.Schwarze, G.Brehm, G.Trachta, S.Schneider,
J. Mol. Struct., 661 - 662, (2003), 279 - 290
Identification of Illicit Drugs by a Combination of Liquid Chromatography and Surface-Enhanced Raman Scattering Spectroscopy
211 Z.Shen, R.Procházka, F.Daub, N.Fritz, N.Acar, S.Schneider,
Phys. Chem. Chem. Phys., 5, (2003), 3257 - 3269
Towards Modelling Light Processes of Blue-light Photoreceptors: Pyrene-Isoalloxazine(Flavin)-Phenothiazine Triad – Electrochemical, Photophysical, Investigations and Quantum Chemical Calculations
212 S.Schneider, M.O.Schmitt, G.Brehm, M.Reiher, P.Matousek, M.Towrie,
Photochem. Photobiol. Sci., 2, (2003), 1107 - 1117
Fluorescence kinetics of aqueous solutions of Tetracycline and its complexes with Mg2+ or Ca2+
213 D.Sellmann, A.Hille, F.W.Heinemann, M.Moll, A.Rösler, J.Sutter, G.Brehm, M.Reiher, B.A.Hess, S.Schneider,
Inorganica Chimica Acta, 348, (2003), 194 - 198
Metal thiolate complexes binding molecular nitrogen under mild conditions: [m-N2{Ru(PiPr3)(N2Me2S2)}2], the first dinuclear example
214 N.Acar, J.Kurzawa, N.Fritz, A.Stockmann, C.Roman, S.Schneider, T.Clark,
J. Phys. Chem. A , 107, (2003), 9530 - 9541
Phenothiazin-Pyrene Dyads – Photoinduced Charge Separation and Structural Relaxation in the CT-State
216 C.F.Leypold, Th.Marian, C.Roman, S.Schneider, P.Schubert, O.Scholz, W.Hillen, T.Clark, H.Lanig,
Photochem. Photobiol. Sci., 3, (2004), 109 - 119
How does Mg2+ affect the binding of anhydrotetracycline in the TetR protein?
217 U.Nickel, K.Mansyreff, S.Schneider,
J. Raman Spectrosc., 35, (2004), 101 - 110
Production of monodisperse silver colloids by reduction with hydrazine – the effect of chloride and aggregation on SER(R)S signal intensity
218 G.Trachta, B.Schwarze, B.Sägmüller, G.Brehm, S.Schneider,
J. Mol. Struct., accepted
Combination of high-performance liquid chromatography and SERS detection applied to the analysis of drugs in human blood and urine
219 M.Reiher, G.Brehm, S.Schneider,
J. Phys. Chem. A, 108, (2004), 734 - 742
Assignment of vibrational spectra of 1,10-phenanthroline by comparison with frequencies and Raman intensities from density functional calculations
220 G.Trachta, B.Schwarze, G.Brehm, S.Schneider, T.Clark,
J. Raman Spectrosc., accepted
Near-infrared Fourier-transform surface-enhanced Raman scattering spectroscopy of 1,4-benzodiazepine drugs employing gold films over nanospheres
221 D.Sellmann, A.Hille, A.Rösler, F.W.Heinemann, M.Moll, G.Brehm, S.Schneider, M.Reiher, B.A.Hess, W.Bauer,
Chem. Eur. J., 10, (2004), 819 - 830
Binding N2, N2H2, N2H4, and HN3 to Transistion-Metal Sulfur Sites: Modeling Potential Intermediates of Biological N2 Fixation

Zum Seitenanfang