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Ziel des Versuches

 
 

 

 
 
 

Der mittlere Aktivitätskoeffizient einer wässrigen HCl-Lösung soll anhand der Spannung einer galvanischen Zelle ohne Überführung bestimmt werden.
 

eqnarray374
 

Für die Halbzellenreaktionen der Wasserstoffelektrode formuliert man die Nernstsche Gleichung folgendermaßen:
 

equation377

bzw.
 

equation387



Das Halbzellenpotential des Redoxpaars tex2html_wrap_inline1053 ist
 

equation396



Bei der verwendeten Silberelektrode handelt es sich jedoch um eine Elektrode zweiter Art. Die Silberionen werden hier in Form des schwerlöslichen Salzes AgCl dargeboten, d.h. das Gleichgewicht
 

equation404


liegt weit auf der rechten Seite. Die Konzentration bzw. Aktivität an freien tex2html_wrap_inline1055-Ionen ist daher sehr gering und läßt sich anhand des Löslichkeitsproduktes ermitteln.
 

equation406


Das Potential der Silber-Silberchlorid-Elektrode läßt sich also folgendermaßen unter Berücksichtigung der Gleichungen (37) und (39) formulieren.
 

eqnarray411


Die ersten beiden Terme werden zum Standardpotential der Silber-Silberchlorid-Elektrode zusammengefasst.
 

eqnarray424


Die Elektromotorische Kraft der Kombination beider Halbzellen ergibt sich aus der Differenz der Halbzellenpotentiale.
 

equation430


oder kurz
 

 

equation436

 
 
 
 
 

Nun setzt man anstelle der Aktivitäten das Produkt aus Aktivitätskoeffizient und Konzentration ein und berücksichtigt weiterhin, daß das Produkt der Aktivitätskoeffizienten tex2html_wrap_inline1057 undtex2html_wrap_inline1059 gleich dem mittleren Aktivitätskoeffizienten tex2html_wrap_inline1005 ist. Durch den Übergang zum dekadischen Logarithmus erhält die Nernst Gleichung für die Zelle bei 298K die folgende Form:
 

equation442


Durch Anwendung des Debye-Hückelschen-Grenzgesetzes erhält man einen Zusammenhang zwischen dem Potential der Zelle und der Ionenstärke.
 
 
 

 
eqnarray447
 
 
 

Bei Kenntnis von tex2html_wrap_inline1063 können ausgehend von Gleichung (44) die mittleren Aktivitätskoeffizienten bestimmt werden.
 



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